Steillagen: Wo Weinbau besonders mühsam ist

Veröffentlicht am 15.05.2023 in Landespolitik

Weite Teile der Landschaft Baden-Württembergs werden durch vielfältige Weinberge geprägt, in denen Spätburgunder, Müller-Thurgau, Riesling und viele andere Trauben angebaut werden. Ohne Weinbau wäre die Kulturlandschaft in Baden oder am Neckar ärmer. Knapp ein Fünftel der Rebflächen im Land sind sogenannte Steillagen. Dort ist Weinbau mühsam und noch stark von Handarbeit geprägt. Kein Wunder, dass in den letzten 20 Jahren insgesamt 6096 Weinbaubetriebe, die Steillagen bewirtschaftet haben, aufgegeben haben. In einem Antrag hat Hans-Peter Storz, der weinbaupolitischer Sprecher der SPD im Landtag ist, die Landesregieurng um Auskunft gebeten.

 

Das ist nicht nur ein Verlust für den Weinbau, sondern auch für die vielfältige Landschaft. Deswegen sind bereits die ersten Gemeinden aktiv geworden. Sie legen eigene Fonds auf, um den Weinbau in den Steillagen zu erhalten und wieder möglich zu machen. Denn gerade  Rebberge in diesen Lagen sind besonders attraktiv. Die kommunale Unterstützung dient also auch der Tourismusförderung.

Als weinpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion hat Hans-Peter Storz dieses Vorgehen zum Anlass genommen, um die Landesregierung und das zuständige Ministerium im Rahmen eines Antrags zu befragen.

„Ich begrüße den Einsatz von lokalen Weinbaukommunen und Akteuren aus der Weinbaubranche, die sowohl die Bedeutung des Steillagenweinbaus für den örtlichen Tourismus als auch die entsprechenden Verbände und ansässigen Bevölkerungen miteinbeziehen“, so Storz. Aber gerade vom Land bräuchte es hier mehr Unterstützung. Grundsätzlich sei die Förderfähigkeit bestimmter Steillagen und der bewirtschaftenden Betriebe an eine Reihe von Voraussetzungen geknüpft. So gelten beispielsweise Rebflächen mit einer Hangneigung von bereits 30% als Steillagenrebflächen, während manche Förderprogramme allerdings erst ab einer Hangneigung von 45% greifen würden.

Viele relevante Aspekte zum Weinbau in Steillagen seien der Landesregierung zudem unklar. „Im Rahmen meines Antrags habe ich abgefragt, zu welchen Anteilen die Steillagen biologisch und in konventioneller Weise bewirtschaftet werden, welche Anteile aus alten Flächen bestehen und welche durch Rebflurbeeinigung nur bedingt maschinell bearbeitbar sind. Beide Fragen konnte die Landesregierung nicht beantworten“, so Storz. Dabei sei ein klares Bild über die anteilig bestehenden Flächen sinnvoll, um perspektivisch bessere Fördermöglichkeiten zu schaffen.

Weiterhin sei für Storz vor allem auch die Bedeutung des Weinbaus für den Tourismus in unterschiedlichen Regionen des Landes relevant. „Immer mehr brachliegende Rebflächen schaden auf Dauer auch dem Tourismus vieler Kommunen“, so der Landtagsabgeordnete. Hier müsse die Landesregierung dringend nachbessern.

 

 
 

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