Wenn der Saft ausgeht

Veröffentlicht am 08.02.2023 in Landespolitik

Camper und Camperinnen klagen über fehlende E-Ladeinfrastruktur in touristischen Hotspots – Landtagsabgeordneter Hans-Peter Storz (SPD) fragt nach

Beim perfekten Urlaub scheiden sich die Geschmäcker – für den einen geht es lieber in den Pauschalurlaub, die andere nimmt lieber den Campingvan. Reisen mit dem Wohnmobil wird immer beliebter. 2020 wurden insgesamt 78.000 neue Wohnmobile zugelassen, meldete der Caravaning-Industrie-Verband. Für den SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz (SPD), der selbst gerne mit seinem Camper reist, ist dieser Trend verständlich. Das Wohnmobil biete Flexibilität und fühle sich trotzdem durch individuelle Ausgestaltungsmöglichkeiten heimisch an, sagt der Abgeordnete. Wer sich heute einen neuen Camper zulegen wolle, stelle sich vermehrt auch die Frage nach dem Antrieb. Auch bei Wohnmobilen geht der Trend zur Elektromobilität.

Doch wie gestaltet sich die E-Ladeinfrastruktur gerade mit Blick auf touristische Hotspots? Camperinnen und Camper hatten im Austausch mit Storz darüber geklagt, dass an stark frequentierten Sehenswürdigkeiten häufig zu wenige Lademöglichkeiten vorhanden seien. Nicht immer biete sich das Laden auf dem Campingplatz an, so Storz und ergänzt: „Viele Camperinnen und Camper halten an touristisch frequentierten Orten wie am Bodensee als Zwischenstopp auf ihrer Reise. Wenn sie ihren Wohnwagen dabei nicht laden können, verliert das touristische Ziel oder der Elektrocamper an Attraktivität, weil man eine zusätzliche Fahrt einplanen muss.“ Beides sei sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus nachhaltiger Sicht ein Problem.

Aus diesem Grund hatte Storz dem Ministerium für Verkehr eine kleine Anfrage zur Ladeinfrastruktur in den sogenannten Hotspots gestellt. Unter anderem sollte dabei die Entwicklung der Anzahl von Normal- und Schnelladepunkten in den jeweiligen Landkreisen abgefragt werden. Aber auch die Anzahl der zugänglichen Ladepunkte und Informationen darüber mit Blick auf touristische Ballungsräume sollten dabei erfasst werden. Schließlich hatte die Landesregierung bereits vor zwei Jahren eine Strategie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur beschlossen, die in den nächsten Jahren 200.000 zusätzliche Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum schaffen sollte.

Das Angebot öffentlicher Ladepunkte habe sich vergrößert, so Storz. Allein im Landkreis Konstanz gibt es aktuell 405 Normalladepunkte und 33 Schnellladepunkte – 2018 waren es noch elf Normal- und fünf Schnellladepunkte. Mit Blick auf die touristischen Ballungsgebiete falle die Antwort der Landesregierung jedoch nichtssagend aus, bemängelt Storz: Das Verkehrsministerium vermeide eine Aussage über mögliche Engpässe an touristisch frequentierten Orten mit der Begründung, dass der Begriff ‚Hotspot‘ keine allgemein gültige Definition habe. Das hält der Abgeordnete für vorgeschoben. Denn der Begriff „touristische Hotspots“ werde im Tourismuskonzept des Landes sehr wohl verwendet. „Das hat der Verkehrsministerium wohl vergessen,“ merkt Storz an, „weil in Stuttgart die eine Hand mal wieder nicht weiß, was die andere tut“.

Außerdem räume auch das Verkehrsministerium in seiner Antwort ein, dass Berichte über eine unzureichende Ladeinfrastruktur an Tagen mit hoher Nachfrage an Orten wie Freizeitparks vorlägen. Für Hans-Peter Storz steht fest: „Das Verkehrsministerium versteckt sich lieber hinter Wortklaubereien, statt nach Lösungen zu suchen. Das gefährdet nicht nur den schnelleren Ausbau der E-Ladeinfrastruktur an den richtigen Stellen, sondern senkt auch die Attraktivität der nachhaltigen Antriebsform und des Tourismusstandortes Baden-Württemberg.“

Zum Wortlaut der kleinen Anfrage

 

 
 

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