Wasserstoff als Energieträger der Zukunft?

Veröffentlicht am 11.10.2021 in Allgemein

Wie eine Umstellung auf grünen Wasserstoff zur Klimaneutralität führen soll


Im Rahmen eines Austausches mit terranets bw informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz über die Initiative „Wasserstoff für Baden-Württemberg“ des Fernwärmenetzbetreibers, die dabei helfen soll die Klimaziele bis 2045 zu erreichen.

 

Was ist Ziel dieser Initiative? Christoph Luschnat, Energiepolitiker bei terranets bw führt aus, dass man in Baden-Württemberg künftig mit einer hohen Nachfrage für grünen Wasserstoff rechnen müsse. Eine Lösung könne die Substituierung von Erdgas durch Wasserstoff darstellen. Da man in der Bundesrepublik allerdings auf Energieimporte angewiesen ist, und es voraussichtlich weiterhin sein wird, pocht das Unternehmen auf Energiepartnerschaften sowie einen schnellen Aus- und Umbau von Pipelines. Ein daraus resultierender Wasserstoffmarkthochlauf könne die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit hierzulande gewährleisten.

Nachteile gibt es jedoch trotzdem: Bei der Transformation von Gas zu grünem Wasserstoff rechne man mit Verlusten von etwa 30 bis 40 Prozent. Außerdem ist solch eine Umstellung mit hohen Kosten und großem Aufwand verbunden. Luschnat betonte jedoch, dass es trotz allem ein enormes Potenzial für grünen Wasserstoff als klimaneutralen Energieträger gebe, da man es in hohen Mengen speichern könne und eine künftige Unabhängigkeit von Erdöl begünstige. Terranets bw fordere daher sukzessive Schaffung der Rahmenbedingungen für ihre Initiative. „Für die Erreichung der Klimaneutralität müssen wir für Innovation im Bereich der erneuerbaren Energien offen sein und diese konkret fördern“, schlussfolgerte Hans-Peter Storz, der den Ausbau des Wasserstoffs im Landtag und in den entsprechenden Arbeitskreisen stärker thematisieren möchte.

Mit zwei Programmen fördert das Umweltministerium die Umstellung auf grünen Wasserstoff in Baden-Württemberg bisher. Das „Zukunftsprogramm Wasserstoff BW“ (ZPH2), das 26.4 Millionen Euro umfasst, soll baden-württembergische Unternehmen dabei unterstützen eine „zukunftsfähige Wasserstoffwirtschaft“ zu schaffen. Im vom Land kofinanzierten EU-Förderprogramm „Modellregion Grüner Wasserstoff“ soll Wasserstoff als Energieträger in Modellregionen genutzt werden und technologische, wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Merkmale ergründet werden.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen finden Sie auf der Seite des Umweltministeriums: hier und hier .

 
 

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