107 Stadtjägerinnen und Stadtjäger sind im Land tätig

Veröffentlicht am 23.05.2023 in Landespolitik

Füchse, Waschbären oder auch Schwarzwald - Immer mehr Wildtiere entdecken Städte und Dörfer als Lebensraum für sich. Sie durchstöbern Mülleimer auf der Suche nach Nahrung und verlieren ihre natürliche Scheu vor Menschen. Neue Konflikte zwischen Mensch und Tier häufen sich daher. Besteht hier neuer Handlungsbedarf? Das wollte Hans-Peter Storz wissen und hat die Landesregierung mit einer sogenannten kleinen Anfrage um Auskunft geben. Denn bereits 2020 wurden sogenannte Stadtjägerinnen und Stadtjäger in das Jagd- und Wildtiermanagement-Gesetz (JWMG) des Landes aufgenommen. Sie sollen das Wildtiermanagement in Städten und Gemeinden stärker professionalisieren und an künftige Bedürfnisse anpassen.

Stadtjägerinnen und und Stadtjäger sind zunächst beratend zu allen Fragen des Wildtiermanagements und zum Umgang mit Wildtieren in befriedeten Gebieten - das sind Grundstücke, auf denen die Jagd verboten ist - tätig. Nach ffestgelegten Kriterien dürfen Stadtjäger in diesen befriedeten Gebieten auch jagen. Doch zuallererst sind sie Ansprechpersonen für die Bevölkerung und Gemeindeverwaltungen. Damit erfüllen sie wichtige Aufgaben zur Information und Beratung und dienen damit der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD) wollte daher wissen, wie weit die Einsetzung und Anerkennung von Stadtjägerinnen und Stadtjägern in Baden-Württemberg gegenwärtig umgesetzt wurde und hat mit einer Kleinen Anfrage die Landesregierung um Auskunft gebeten.

Derzeit wurden 107 Stadtjägerinnen und Stadtjäger von den unteren Jagdbehörden in Baden-Württemberg anerkannt, berichtete der MInister für den Ländlichen Raum, Peter Hauk. Doch von diesen sind bisher lediglich neun von Gemeinden im Rahmen des urbanen Wildtiermanagements entsprechend dem  JWMG eingesetzt worden. Die Jagdbehörden selbst geben an, dass in den nächsten Wochen mit weiteren Einsetzungen von Stadtjägerinnen und Stadtjägern durch die Gemeinden zu rechnen sei.

Nach Gesprächen mit verschiedenen Stadtjägern aus Baden-Württemberg ist für Hans-Peter Storz klar: „Die Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger müssen besser über die Existenz und Einsetzungsmöglichkeiten von Stadtjägerinnen und Stadtjägern informiert werden. Oftmals wenden sich die Menschen bei Problemen mit Wildtieren zwar an die Polizei oder Feuerwehr, aber diese Einrichtungen sind für den fachlich richtigen Umgang mit den Wildtieren weder ausgebildet noch ausgerüstet“. Die Landesregierung will jedoch nichts tun.,Die Möglichkeit, anerkannte Stadtjägerinnen und Stadtjäger einzusetzen, sei hinreichend bekannt, schreibt der MInister. Weitere Anreize wolle die Landesregierung nicht schaffen. Dazu sagt Hans-Peter Storz: "Warum bringt die Landesregierung Gesetze in den Landtag ein, wenn sie diese nicht umsetzen will?"

Zur kleinen Anfrage

 

 
 

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